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Es werden Posts vom Januar, 2020 angezeigt.

Kräftemessen in Kilowattstunden

Tesla, Mini, Audi - sie alle wollen auf dem Markt für Elektromobilität mitmischen und werden dabei von unterschiedlichen Problemen verfolgt
Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Audi, der deutsche Premiumhersteller, galt neben Daimler lange als Hort der weltweit besten Ingenieur*innen für Verbrennungsmotoren und versucht nun auch im E-Segment mit großen Wagen anzugreifen. Zum dritten Konkurrent im Reigen der Spitzenklassefahrzeuge zählt sich BMW, zu dem seit einigen Jahren auch der englische Autobauer Mini gehört, bekannt für kleine und schicke Flitzer - jetzt auch elektrisch. Schließlich noch der Vorreiter in Sachen E-Mobilität: Tesla, die Kalifornier sind unangefochtene Marktführer und dennoch, der Absatz ist nicht so riesig wie erhofft. Schon in der Batteriestratgie unterscheiden sich alle drei deutlich voneinander. Während etwa Tesla relativ einsam auf Rundzellen von Panasonic - die man* bisher eher aus dem Fotoladen kannte - setzt, lässt sich BMW vom chinesischen Hersteller …

Rennt das Volk dem Wagen hinterher oder umgekehrt?

Wenn Volkswagen etwas will, dann bekommt der Auto-Riese es meistens auch, bei den Zielen in der E-Mobilität könnte das anders aussehen
Volkswagen ist bekannt für seine Maschinenbauer*innen und Ingenieur*innen, aber für Elektrochemiker*innen wohl eher nicht. Das will der Konzern nun ändern, indem er massiv in die Elektromobilität investiert. Mit über 10 Millionen produzierten Autos im Jahr keine schlechte Ausgangsposition, doch wenn Tesla hinter VW und Toyota mit der drittgrößten Marktkapitalisierung aufwartet, sind das böse Vorzeichen für ein drohendes Überholmanöver der US-Amerikaner, auch wenn deren Outputzahlen deutlich niedriger sind.  Einen entscheidenden Vorteil hat Tesla außerdem: Der Marktführer im Bereich Elektromobilität hat seine eigene Batteriefertigung in Nevada und Shanghai. Die Wolfsburger hingegen müssen mächtig zukaufen und eingestehen, dass sie selbst gar nicht in der Lage sind, ihre eigene Lithium-Ionen-Akku-Fertigung in der Kürze der Zeit aufzubauen. Stattdessen i…

Die Sonne auf dem Dach

Sono wollte ein Auto, das wirklich klimaneutral fährt, nun steht es vor dem Aus.

Das die Start-ups es in der Automobilbranche nicht leicht haben würden, war allen Beteiligten von Beginn an klar. Selbst erfolgreiche Unternehmen - wie die Firma e.Go Mobile, eine Ausgründung der RWTH Aachen, über die wir hier auch schon berichtet haben - brauchten mächtig Unterstützung von erfahrenen Unternehmen, dem Staat und der EU, um sich überhaupt durchsetzen zu können.  Soweit wie e.Go Mobile, die dieses Jahr in die Serienproduktion - wenn auch deutlich teurer als geplant - einsteigen,  hat es Sono Motors gar nicht geschafft. Lediglich ein mehr oder weniger ansehnlicher Prototyp steht im Headquarter des Münchner Autobauers der Zukunft. Wenn man* sich aber die Virtuell Reality Brille aufsetzt, dann kann sich der*die Träger*in einen Einblick in die Welt des solarbetriebenen Fahrens machen. Elegant gleitet der rundum mit Solarpanels ausgestattete Kleinwagen durch die Straßen, nur getragen von der Kra…

Mein Elektro-Diesel-Benzin-E-Fuels-Hybrid-Biokraftstoff-Antrieb und Ich

Am Ende lautet das Ergebnis: Doch lieber Rad fahren, denn ganz sauber ist keiner der aktuell auf dem Markt angebotenen Motortypen

Die modernen Geschäftsleute von Welt halten viel auf sich, wenn sie mit einem Plug-in-Hybrid durch die Straßen rollen. Sieht mittlerweile nicht nur schick aus, sondern lässt die Menschen in der Umgebung auch respektvoll mit dem Kopf nicken, schließlich sind die Benzin-Elektro-Mischlinge auch noch sauber. Wobei, das ist nur die halbe Wahrheit, denn schon nach wenigen Kilometern ist Schluss mit dem rein elektrischen Fahren. Die von den Herstellern suggerierten 40 Kilometer sind reine Augenwischerei. Wenn dann in den Verbrennermodus geschalten wird, ist das Fahrzeug gar dreckiger als seine Normalo-Kollegen, weil der Motor durch doppelten Antrieb deutlich schwerer ist. Verbrauchswerte von unter 3 Litern sind mehr Utopie denn Wirklichkeit. Da versteht keiner, warum die Politik solche Wagen auch noch mit Kaufprämien attraktiv macht, zumal sie, wie oben erwähnt, …