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Posts

Elon Musks kunterbunte TESLA Welt

Der kalifornische Marktführer für E-Flitzer wartet ständig mit neuen Schlagzeilen auf, Zeit für einen Überblick der letzten Tage
In der Vergangenheit sah sich Musk häufiger mit dem Vorwurf konfrontiert, seine Fahrzeuge, insbesondere solche, die mit Autopiloten unterwegs sind, würden überproportional viele Unfälle verursachen. Dass dies an sich ein schlechtes Omen darstellt, bewegte den Chef des Aktienunternehmens wohl dazu in die Offensive zu gehen und eine eigenen vierteljährliche Statistik herauszugeben, wie es sich nun genau mit den Unfallzahlen verhält. Demnach seien in diesem Quartal deutlich mehr Unfälle sowohl mit, als auch ohne Autopilot in Beteiligung eines TESLAS passiert. Zurückzuführen ist dies wohl vor allen Dingen auf die schlechteren Straßenverhältnisse, wegen des einziehenden Winters. So verursachte ein TESLA mit Autopilot im Schnitt alle 4,68 Millionen gefahrenen Kilometer einen Unfall, zuvor war es nur einer auf mehr als 5,3 Millionen. Bei Fahrten mit herkömmlicher …

Einfach Rollen lassen

Schweizer E-Roller mit Anlaufschwierigkeiten
Ein herber Rückschlag ereilte den amerikanischen  E-Tretroller Verleiher "Lime", nachdem dieser jüngst alle seine bereits auf dem europäischen Markt befindlichen Exemplare wieder wortwörtlich aus dem Verkehr ziehen musste. Die insgesamt 550 elektrisch angetriebenen Roller verursachten aufgrund eines Softwarefehlers schwerwiegende Unfälle, mit teils erheblichen Verletzungen der Betroffenen. Auslöser war ein technischer Defekt, der zum Ausfall des Tachos und einer darauf folgende Blockade der Vorderbremse führte. In der Konsequenz soll nun der gesamte Bestand einer Prüfung unterzogen werden, bei der etwaige Fehler korrigiert werden. Die Vorfälle stoppen nun vorerst die geplante Expansionswelle der E-Roller-Verleihers, der in Europa aktuell nur auf dem schweizerischen und österreichischen Markt aktiv ist, respektive in den Städten Wien, Basel und Zürich.  Indes gab es schon vorher andere Probleme, etwa in den USA, wo manche Roller e…

Motorisierter Kapitalismus

Die Rolle der Automobilindustrie im Neoliberalismus des Westens
Die Automobilindustrie befindet sich zur Zeit in einer Krise ungeahnten Ausmaßes, zumindest wenn man die Firmen in hiesigen Landen betrachtet. Vom Glanze früherer Zeiten, in denen immer neue Entwicklungen und technische Fortschritte made in Germany die Schlagzeilen bestimmten, ist wenig geblieben. Aktuell befinden sich die Autobauer unter dem Vorzeichen immer neuer Wettbewerber aus dem Ausland, vor allem aus China und den USA, in einem Wettlauf um ihre Daseinsberechtigung, denn längst haben sie den Nimbus der Triebkraft bezogen auf die Entwicklung neuer Fahrzeuglösungen verloren, es könnte gar konstatiert werden, dass Daimler, Audi und Co nur noch hinterherlaufen, besser fahren.  Eine Krise der Automobilität führt zwangsläufig auch zu einer Krise des Kapitalismus, denn die deutsche Wirtschaft ist in ihrem Erfolg gemessen am BIP, maßgeblich von den Erlösen und Gewinnen der Automobilwirtschaft abhängig. Noch laufen die Abs…

Deine Batterie stinkt mir!

Elektromobilität ist nicht per se eine saubere Sache, wenn man die Herstellungsemissionen und die Stromherkunft in die Bewertung einbezieht.

Landläufig wird die Elektromobilität als zukunftsweisende Technologie gepriesen, die die aktuellen Probleme der Umweltverträglichkeit des Straßenverkehrs lösen soll. Nach langem Weggucken sind nun auch Politik und Wirtschaft auf den Trichter gekommen dieser Linie zu folgen und fokussieren ihre Bemühungen im Automobilsektor auf die Transformation von fossilen zu elektrisch betriebenen Fahrzeugen. So weit so richtig könnte man meinen und weitestgehend ist dies auch ein Ansatz den DIE LINKE für nötig hält. Doch reicht diese einseitige Betrachtungsweise nicht aus, um der Komplexität der Sachlage Herr zu werden.  Emissionen entstehen nicht nur im Fahrbetrieb, sondern auch bei der Herstellung des Antriebs. Für eine herkömmliche Lithium-Ionen-Batterie werden so im Schnitt 15-20t CO2 emittiert, nämlich 150 bis 200kg pro kWh Leistung, welche die Batterie…

Zwischen Strom und Benzin - Hybrid Autos im Praxistest

Während in Deutschland noch heftig über den Umstieg auf Elektroautos diskutiert wird, läuft es mit der Übergangstechnologie schon länger rund, aber was taugen Plug-In Hybrid Fahrzeuge wirklich? Überraschungen oder gar falsche Hoffnungen auf ein außergewöhnlich gutes Ergebnis muss gleich die Realität entgegengesetzt werden. Nach dem Test von Leser*innen des "Redaktions Netzwerk Deutschlands", welche eine Woche lang die Technik ausprobierten und dabei gemeinsam um die 8000km zurücklegten, stand für ausnahmslos alle fest, dass sich die Anschaffung eines derartigen Mobiles nicht lohnt. Zugegeben, neben dem im Test befindlichen VW Passat Variant GTE gibt es sicher noch zahlreiche andere Modelle am Markt, bei denen sowohl elektrisch als auch konventionell gefahren werden kann, doch sind Reichweiten und Verbrauch bei allen Fahrzeugen dieser Art recht ähnlich.  Was die Industrie verspricht sind 50km rein elektrischer Fahrspaß, eine Annahme, die wohl nur formal Bestand hat, in der R…

Bitte Wenden

Die deutsche Autoindustrie hat keine Wahl, startet sie jetzt nicht durch, bleibt sie auf der Strecke - ein Klagelied
Blickt man in eine erdachte Zukunft des Jahres 2040, so könnte sich folgendes trauriges Bild ergeben: vor fünf Jahren schloss das letzte verbliebene VW Werk seine Pforten, das letzte Auto lief vom Band, es war weder rein elektrisch, noch autonom fahrend, sondern ein SUV mit Dieselantrieb. Volkswagen ordnete sich ein in eine Reihe mit einstige Branchenriesen wie Grundig, Kodak oder Sony. Alle einst Primus ihrer Klasse und dann von hinten erst zögerlich, doch dann immer wuchtiger von anderen, kleineren, wendigeren und vor allen Dingen innovativerer Unternehmen eingeholt und abgehängt.  Wenden wir uns aber wieder der Gegenwart zu, in der es durchaus noch Hoffnung gibt, für eine der größten in der Bundesrepublik wirtschaftenden Industriezweige. Zwar rangiert aktuell BMW mit seinem i3 Modell aus Leipziger Fabrikfertigung nur auf Rang 14 der absatzstärksten E-Modelle weltwei…

Den Hahn zugedreht.

Erfolgreiche Meldungen zur Eindämmung des Emissionsproblems machen die Runde
Erfolgsmeldung 1: Wieder einmal hat der Europäische Gerichtshof bewiesen, wie wichtig er für die Europäische Union, respektive für die Umsetzung der in ihr wirkenden Regeln, ist. Große europäische Städte, darunter Madrid und Paris, hatten vor dem EuGH gegen die von der Kommission eingeführten Korrekturkoeffizienten geklagt, welche mit der neuen Gesetzgebung zum NOX-Ausstoß Gültigkeit erhalten sollten. So hatte die Kommission im Sinne der Hersteller in ihrem Entwurf eigentlich vorgesehen, dass die Grenzwerte, welche ab diesem Jahr gelten sollen, zunächst mit einem Koeffizienten versehen werden, der in der Realität eine höhere Emission zulässt, als es in der Richtlinie selbst steht. Dieser soll dann stufenweise über die Jahre verringert werden. Hintergrund ist die Einführung eines neuen Zulassungstests, genannt WLTP, der die Emissionen bei Betrieb unter realen Bedingungen prüft und nicht mehr wie der bisherige…