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War da Was?

Von der Kunst zu Überleben oder wie VW trotz Skandalen am laufenden Band immer neue Gewinne schreibt. 


"Ja er lebt noch, stirbt nicht", so könnte das aktuelle Motto des Megakonzerns lauten, denn trotz aller Krisen der vergangenen Jahre übersteht das Unternehmen jede dieser mit einem bloßen Wimpern zucken. 
Als 2015 alles mit der Offenlegung der Betrügersoftware begann, schien es fast so, als sei dem Unternehmen nie mehr zu helfen und der Untergang nahe. Milliarden- Zahlungen in den USA gegenüber Behörden und Verbraucher*innen, massenweise Rückrufe in Europa und Stress mit der Zulassungsbehörde. Das Ergebnis des Konzerns sah im Jahr 2015 und 2016 entsprechend trübe aus. Doch nach einer kurzen Häutung erholten sich die Wolfsburger ganz schnell und die Verkaufszahlen und Umsätze stiegen wieder. 2017 folgte ein Rekordjahr und auch dieses wird wohl wieder alle bisherigen Ergebnisse überbieten, bis zu 7,5 Prozent Rendite können sich die Anleger*innen erhoffen. Die Zahl verkaufter Fahrzeuge knackte letztes Jahr wieder deutlich die 10 Millionen Marke. 
Woran aber liegt das? Die Kund*innen scheinen die solide Qualität der Fahrzeuge zu schätzen, sie wissen um die technische Ausgefeiltheit, welche sich u.a. in der Sparsamkeit beim Verbrauch widerspiegelt. Da werden moralische Aspekte gern mal als Nebensache abgetan. Die Loyalität im Vergleich zu anderen Massenherstellern ist bei den VW-Kund*innen gegenüber ihrer Hausmarke am größten. Das hilft auch beim Vergessen von Negativ-Schlagzeilen, wie Affen-Tests oder Autokartell. 
Die einzige Bedrohung, welcher sich VW momentan noch gegenüber sieht, sind die möglichen Fahrverbote und damit ein massiver Wertverlust ihrer Diesel-Leasing-Flotte und eventuelle Hardware-Nachrüstungsforderungen für europäische Fahrzeuge. Doch bisher konnte beides vom größten Massenfahrzeughersteller der Welt gut umschifft werden. 
Die Steh-Auf-Männchen Analogie lies sich schon 2008 erkennen, als der Skandal um Sexpartys von Betriebsräten auf Firmenkosten publik wurde. Ein nicht zu kittender Imageschaden hiess es damals, doch davon ist heute keine Spur. Lediglich im rot-grünen Milieu hat der Fahrzeughersteller mit Imagedefiziten zu kämpfen, doch die Gruppe der dort Zugehörigen schrumpft ja scheinbar eh kontinuierlich. 
So bleibt in letzter Konsequenz nicht mehr und nicht weniger als die Forderung von DIE LINKE, den VW-Oberern endlich eins auf den Deckel zu geben, dass sie zur Vernunft gelangen und den moralisch-ethischen Normen eines angeblich deutschen Vorzeigeunternehmens endlich gerecht werden!

Quellen: FAS, C. Schäfer, 11.3.18; Foto: http://www.tt.com/lebensart/10545916-91/dieselgateso-spottet-das-netz-über-die-vw-krise....csp

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