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Posts

Mitarbeiter*innen auf dem Standstreifen

VW will Stellen streichen, was das mit Fortschritt zu tun hat, muss der Vorstand erklären. Im Frühling liegt meist Aufbruch in der Luft und auch bei Volkswagen galt das Credo einer neuen Ära schon seit geraumer Zeit. Doch bei der Betriebsratsversammlung, zu der Ende März laut Berichten bis zu 20.000 VW-Angestellte kamen, klang das ganz anders. Bis zu 7000 Stellen will VW-Chef Diess in der Verwaltung streichen. Das trifft vor allem die Konzernzentrale in Wolfsburg. Die Nachricht kam insofern überraschend als dass eigentlich bisher nur die Rede von Arbeitsplatzstreichungen in der Produktion die Rede war. Begründet wurde der Maßnahmenplan dort mit dem geringeren Aufwand bei der Herstellung eines E-Autos, von denen VW bekanntermaßen in den nächsten Jahren viele Zehntausend herstellen will.  Zu mindest das Logo entwickelt sich immer weiter Allerdings äußert Herbert Diess nun auch Druck auf die Beschäftigungszahlen, aufgrund des steigenden Digitalisierungsgrades. Damit einherg...

Künstlich, Synthetisch, Sauber - geht das ?

Alle reden über E-Mobilität, im Hintergrund derweil Ergebnis sich noch völlig andere Antriebsmöglichkeiten, wie synthetische Kraftstoffe beweisen sollen Einstmals waren die Ölkonzerne die mächtigsten und wertvollsten Unternehmen der Welt. Heute kämpfen Shell, BP und Co gegen das schlechte Image der Branche und sehen sich zunehmender Konkurrenz durch Substitutanbieter ausgesetzt. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die synthetischen Kraftstoffe, welche als vielversprechende Alternative zu Benzin und Diesel gehandelt werden. Galt Erdgas lange Zeit als eine deutlich sauberere Übergangstechnologie, so wird heute klar, dass sich diese Vorstellung nur bedingt erfüllt hat. Stattdessen liegt der Trend jetzt bei völlig regenerativen Antriebswegen. Mit den E-Fuels will man der Entwicklung hin zu immer mehr Elektrofahrzeugen etwas entgegenhalten. Es gibt schon recht unterschiedliche Treibstoffe, so etwa Polyoxymethylendimethylether. Dank der vorhandenen Technologien, die mit herkömmlich...

Bau auf Bau auf.

VW befindet sich im Ab-, Auf- und Umbruch. Die Elektromobilität fest im Blick - vielleicht zu fest. VW Werk in Zwickau-Mosel bekommt gerade ein rundum face-lifting Der Modulare Elektrifizierungsbaukasten, kurz MEB ist die neue, starke Wunderwaffe des Volkswagen-Konzerns auf seinem Weg in eine krisenfeste Zukunft. So lautet jedenfalls der Selbstanspruch der Wolfsburger Autobauer und um diesem gerecht zu werden, tuen sie in der Konzernspitze momentan alles. Ab November 2019 müsste sich das Management mit seinen Ideen dann auch an konkreten Resultaten messen lassen. So soll bis Ende des Jahres der erste serienreife ID.3 das Werk in Zwickau verlassen. Rund 200 Testfahrzeuge sind aus diesem Zweck schon vom Band gelaufen, über ihre Praxistauglichkeit schweigt man sich beharrlich aus.  Künftig sollen 330.000 Fahrzeuge sechs verschiedener Modelle jährlich, alle rein elektrisch versteht sich, die Produktionsstätte verlassen, das wären sogar 30.000 mehr als bisher. Ein immenser Kr...

Ab durch die Mitte

Bei der Automobilwende geht es in Europa meist nur schleppend voran. In China sieht es anders aus, wie eine Stadt im Süden des Landes beweist. Während hierzulande seit geraumer Zeit die ersten Erprobungen von E-Bussen oder Hybridvarianten für den öffentlichen Nahverkehr auf nur sehr vereinzelten Strecken getestet werden, ist man in China mal wieder um Längen weiter. In der Mega-City Shenzhen fahren alle Busse der Nahverkehrsunternehmen komplett abgasfrei. Dabei verlangt Peking eigentlich nur eine Quote von 15 Prozent. Dafür mussten die regionalen Versorgungsfirmen etwa 230.000 Euro pro Vehikel in die Hand nehmen, zur Hälfte vom Staat subventioniert. Das macht bei 16.000 Bussen alleine in der 12 Millionen-Einwohner*innen Metropole einen gewaltigen finanziellen Kraftakt nötig. Am Ende haben sich die Strapazen aber gelohnt. Die Kosten, welche für die Aufladung der Fahrzeuge anfallen, sind nur halb so hoch wie die für den benötigten Dieselkraftstoff zuvor. Auch sind die Emissionen b...

Baguette mit Nudeln

Nach langer Geheimniskrämerei ist es nun offiziell - FCA und Renault wollen die französisch - italienische Partnerschaft wagen FIAT Panda in der Wildnis Für die Turiner Traditionsmarke FIAT, welche für die Italiener*innen lange als ganzer Stolz des Landes betrachtet wurde, läuft es schon seit geraumer Zeit nicht mehr rund. In den vergangenen Quartalen sanken die Marktanteile der Kernmarke des Fiat-Chrysler Konzerns kontinuierlich, zu allem Bedauern auch noch hauptsächlich auf dem Heimatmarkt. Besserung scheint auch deshalb nicht in Sichtweite, weil es an nötigen Innovationen und Investitionen mangelt. Daraus resultierte bereits ein drastischer Stellenabbau, vor allem im Turiner Stammwerk. Auf Basis all dieser Negativfaktoren, die noch zusätzlich durch den Abgasskandal belastet wurden - in dem die Rolle von FIAT nach wie vor diffus bleibt - mehrten sich schon länger Gerüchte um eine mögliche Fusion. So soll FCA bereits bei unterschiedlichen Autobauern angeklopft haben. Am fru...

Elektro fürs Volk!

Alle sind im E-Auto-Wahn - nun auch endlich für die Mittelschicht - doch wie viel Elektro verträgt Europa? Günther Schuh fand mit seinen Innovationen im Bereich der Automobilität in Fachkreisen schon häufiger Erwähnung, so auch hier. Schlagzeilen machte der Professor an der RWTH Aachen vor allem durch den Verkauf seines E-Scooters an die Deutsche Post. Mittlerweile sind 11.000 der Kleintransporter von heimischen Bändern gerollt. Dieser Erfolg schien dem ambitionierten Wissenschaftler und passionierten Tüftler jedoch noch lange nicht zu genügen. Schuh wollte die E-Autos für die breite Masse produzieren. Dafür gründete er ein Start-Up namens E-Go, welches sich prompt zur nächsten Erfolgsgeschichte auswuchs.  Erfolgsmodell: E-Scooter der Post Mit einem Preis von weniger als 30.000 Euro kann das Fahrzeug durchaus überzeugen. Dies gelingt vor allem durch sparsames Design, bereits in der Produktpalette der Zulieferer enthaltene Fertigteile und eine Batterie mit nicht so wahnsinn...

Aufs Korn genommen

Martin Winterkorn ist und bleibt eine zentrale Figur im VW-Skandal -Eine Chronologie der Ereignisse- dunkle Wolken über dem VW-Stammwerk in Wolfsburg Seit gut dreieinhalb Jahren laufen die Ermittlungen im Diesel-Skandal rund um den VW-Konzern am Landgericht Braunschweig. Ungefähr so lange ist es auch her, dass einer der größten Betrugsfälle in der Geschichte dieses Landes aufgedeckt wurde. Die Schuldfrage ist bis heute nur schemenhaft geklärt, im Kreise der Verdächtigen befinden sich zahlreiche Personen. Menschen aus allen Etagen des Weltkonzerns - vom kleinsten Ingenieur, bis zum Vorstand. Der Spuk begann bereits Ende 2006, als die "Akustikfunktion" erstmals ihren Weg in den neuen Dieselmotor EA189 fand, mit dem der amerikanische Markt erobert werden sollte.  Im gleichen Jahr traten neue, strengere Abgaswerte in Kraft, welche in Übersee noch deutlich ambitionierter ausfielen als in der EU. Bei VW war klar, dass der neue Dieselmotor diese unter normalen Umständen...