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Posts

Zwischen Bremsen und Beschleunigen

Volkswagen verlangsamt die Konjunktur - bringt der Mobilitätswandel des weltgrößten Autobauers wirklich die Wende? Gläserne Schönheit: VW Manufaktur Dresden Für den Standort Dresden als öffentlicher Schauplatz der Volkswagen-Produktion, sah es längere Zeit nicht gut aus, nachdem vor drei Jahren die Fertigung der Luxuslimousine vom Typ Phaethon eingestellt wurde. Selbst zu den besten Zeiten konnten nur reichlich 11.000 Wagen des Modells verkauft werden - VW und Luxus, das zog einfach nicht. Doch der Autohersteller aus Niedersachsen wechselte kurzerhand die Spur. Seither bauen die VW´ler an der Elbe das erste Elektromodell der Wolfsburger. Mit dem E-Golf konnten sie die Fertigungszahlen kontinuierlich steigern und bis Ende der Produktion kurz vor Weihnachten mehr als 16.000 Fahrzeuge ins europäische Ausland absetzen, 40 Prozent davon gingen in den hohen Norden, nach Norwegen. Im Zwei-Schicht-System konnte die Fertigung deshalb dieses Jahr einen neuerlichen Produktionsrekord vermel...

Frei Parken

Future Parking - Mit einer App kämpfen Forscher*innen gegen zu wenig Parkraum in den Städten  Noch ohne Revolution: Parkhaus in München In der Weißenfelser Straße beginnt die Revolution des Parkens. Ein Team aus Wissenschaftler*innen der TU Dresden und der HTWK Leipzig haben eine Software entwickelt, mit der das innerstädtische Auto-Abstellen in Zukunft deutlich einfacher werden soll. Das heißt für die Nutzer*innen aber zunächst erstmal, dass sie sich eine weitere App aufs Handy laden müssen, wo diese doch sowieso schon unter chronischem Speicherplatzmangel leiden. Wer kein mobiles Telefon hat bleibt eh auf der Strecke.  Ist die Applikation aber einmal installiert, kann das System standortgenau, weil es ohne GPS funktioniert, die nächste freie Parkmöglichkeit anzeigen. Es ermöglicht weiterhin schon vorab einen freien Platz zu reservieren oder seinen*ihren Stellplatz, z.B. während das Auto auf Arbeit steht, unterzuvermieten, damit der Dauerparkplatz nicht den halbe...

Treffen in der Lobby

Eckart von Klaeden und Thomas Steg - die Cheflobbyisten von Daimler und VW - haben mehr Macht, als manche*r vom Volk gewählter Parlamentarier*in verführerischer Blick: E. v. Klaeden Wenn mal wieder ein Autogipfel im Kanzlerinnenamt ansteht, laufen sie zu Hochtouren auf - die Cheflobbyisten von Volkswagen und Daimler. Beide haben eine bewegte Laufbahn hinter sich und sind dennoch seit Jahrzehnten fester Bestandteil des deutschen Politikbetriebs, ob von innen oder außen. Eckart von Klaeden begann vor 10 Jahren als Staatsminister im Kanzlerinnenamt seinen rasanten Aufstieg direkt im Zentrum der Macht. Dort arbeitete er 4 Jahre Seit an Seit mit Angela Merkel. Sein SPD-Kollege Thomas Steg war lange Zeit als stellvertretender Regierungssprecher tätig. Seine Chamäleonhaftigkeit stellte er schon damals unter Beweis, als Schröder seinen Stuhl räumte und Merkel das Parkett betrat. Die neue mächtige Frau im Amt übernahm den 59-jährigen kurzerhand, in seiner neuen Position hat er schon 3 ...

Volkes Wagen

Der VW-Konzern legt seine Finanzstrategie bis 2024 vor und überrascht 150 Milliarden Euro wollen die Wolfsburger in ihrer nächsten Finanzierungsperiode ausgeben, das entspricht etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Ungarn. Davon kommen rund 40 Prozent den Bereichen E-Mobilität, Digitalisierung und Hybridantriebe zugute. Dies bedeutet eine nochmalige Ausweitung der Investitionen in diesem Sektor im Vergleich zu den Ankündigungen von 2018. Damals legte der Beschluss des Aufsichtsrates noch ein Volumen von 44 Milliarden nahe. Von den nun avisierten 60 Milliarden fließt mehr als die Hälfte in die Entwicklung der klassischen Elektromobilität. Alles in allem soll so die Zahl der E-Modelle bis Ende des kommenden Jahrzehnts auf 75 steigen. Dazu sollen 60 Hybridvarianten kommen. Im Zuge dessen wurde der Standort im sächsischen Zwickau als erster vollständig auf die Produktion von E-Fahrzeugen umgestellt. Dafür gab der Konzern aus Niedersachsen 1,2 Milliarden aus. Hier wird nun seit Anfang No...

Rollen lassen

Die Städte werden immer voller - jetzt soll Mikromobilität die Rettung bringen Voller wird's nicht. Für Alex* beginnt der Tag früh, oder besser die Nacht, denn schon ab um 3Uhr muss der Berliner mit seinem Transporter auf die Straße, um die E-Scooter, welche er Abends zuvor eingesammelt und über Nacht bei sich aufgeladen hat, wieder an die ihm vorgegebenen Orte zu platzieren. Schafft er es nicht pünktlich, alle Roller in der Stadt zu verteilen, dann drohen ihm Lohnabzüge. Dabei ist das Gehalt schon so nicht üppig. Pro Roller bekommt der junge Mann 4 Euro. Davon müssen allerdings noch die Sprit- und Ladekosten abgezogen werden. Wegen der schlechten Bezahlung kommt es häufig zu Streitigkeiten unter den Einsammler*innen, wenn sich mehrere auf einen Scooter stürzen. Die Miniselbstständigkeit, wie sie auch in der Lieferindustrie häufig kritisiert wird, führt dazu, dass die Beschäftigten weit weg vom gesetzlichen Mindestlohn, der bei über 9 Euro pro Stunde liegt, bezahlt werden ...

Strom für Brandenburg

Teslas Traum: eine Fabrik für 5000 Leute in der Nähe von Berlin Mehr Rot in Grünheide - Tesla kommt Normalerweise geht es im brandenburgischen Grünheide eher beschaulich zu. Einzig die alte Obstsorte "Apfel aus Grünheide" verschaffte dem 8000 Einwohner*innen zählenden Ort einstmals überregionale Bekanntheit - wohl aber eher in sehr ausgewählten Fachkreisen. Seit Anfang November ist nun alles anders. Der amerikanische Milliardär, Erfinder und Lebemann Elon Musk verkündete die Ansiedlung der ersten Tesla Fabrik in Europa genau an diesem unbefleckten Stück Erde. Ausschlaggebend für ihn sei die Liebe zu Berlin (nur wenige Kilometer entfernt) und die gute Infrastruktur (Bahnstrecke, Autobahn) gewesen.  Einstweilen wird Tesla nachgesagt, sich im Einheimsen von Subventionen recht findig zu zeigen. Wirtschaftsminister Altmaier (CDU) winkte aber ab und beteuerte bei seiner "Erfolgsverkündungs-Pressekonferenz", es habe keine Bevorteilung für die Kalifornier gegeben, ...

Sicher fahr ich sicher.

Wer mit dem E-Scooter durch die Straßen brettert, hat gute Chancen den Boden zu küssen. Im Fahrschulauto hingegen herrscht noch die alte Ordnung.  nicht oft in Reih und Glied: E-Scooter Über Parkverbote in Städten hat sich schon so manche*r erregt, doch meist handelt es sich dabei um solche für vierrädrige Vehikel. Berlin geht, oder besser rollt, nun einen Schritt weiter und initiiert am Brandenburger Tor die erste Parkverbotszone für E-Scooter. Man* wolle damit verhindern, dass die sowieso schon überall auf der Straße herumliegenden elektrischen Tretroller ein Durchkommen am Touristen-Hotspot Nr. 1 unmöglich machen. Allerdings sind die zweirädrigen Fortbewegungsmittel nicht nur in ruhender Position eine Gefahr, sondern auch und vor allem, wenn sie benutzt werden. Erste Zahlen ergaben ein fünfmal so hohes Risiko für Unfälle als mit einem herkömmlichen Fahrrad. Dazu kommt noch die Gefährdung anderer Teilnehmer*innen im Straßenverkehr, wenn z.B. Fahrverbote auf Fußwegen missac...